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Mit ordentlich Muskelkater von der kleinen Wanderung wachten wir am Mittwochmorgen auf und beschlossen wegen des guten Wetters gleich die Tour zum Großglockner in Angriff zu nehmen.

Wer sich erinnert - die Kinder wollten da mit dem Rad hoch...Wir fuhren zunächst nach Heiligenblut und von dort auf die zahlungspflichtige Hochalpenstraße. Unser erstes Ziel war die Franz-Josefs-Höhe. Wie der Name schon sagt, war der Kaiser Franz Josef im Jahre 1856 dort, um den Großglockner selbst zu sehen. Damals allerdings zu Fuß. Unterwegs sahen wir auch viele Radfahrer, die sich der Hochalpenstraße annahmen - bei deren Anblick, waren die Kinder doch ganz froh, dass wir das Auto nahmen.

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Anfangs in den Wolken versteckt, zeigten sich die Gipfel später allerdings doch noch - auf dem Bild oben ist allerdings nicht der Großglockner, sondern der benachbarte Johannisberg, der noch rund 350m niedriger ist, als sein großer Bruder. Aber er war der einzige, der sich dann doch noch zeigen wollte und war an sich schon imposant.

Unterhalb des Johannisbergs verläuft die Pasterze, der größte Gletscher Österreichs. Vom Aussichtspunkt sieht der recht unspektakulär aus, aber wenn man genau hinschaut, sieht man unten Leute stehen. Ich glaube aus deren Position ist der etwas imposanter.

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Und als wir so da oben stehen und die wolkenverhangene Aussicht bewundern, fällt mir das Plakat vom Großglockner-Berglauf ins Auge, der an gleicher Stelle drei Tage später stattfinden soll. Verdammt. 

Nicht, dass ich den gern mitgelaufen wäre - weit gefehlt, aber dabei gewesen wäre ich schon gern. Aber ich schreib mir das einfach mal mit auf meine To-Run-Liste und heb mir den für später auf. Wenn ich mal groß bin. Knapp 13km in 1200m Seehöhe sind ja schon nicht ohne, aber dann noch 1500m bergauf ist nichts, was ich in absehbarer Zeit zu laufen im Stande bin. Aber ich hab ja noch Zeit, mir den ein oder anderen Wunsch zu erfüllen...

Jedenfalls brachen wir bald darauf auf und wollten noch zur Edelweißspitze, dem höchsten mit dem Auto erreichbaren Gipfel auf 2571m. Und die Straßen waren echt unlustig. Serpentinen sind eh klar, aber das letzte Stück ist noch Originalstraße mit Kopfsteinpflaster und auch verhältnismäßig schmal und an einer Straßenseite gehts - klar - immer runter. Während ich also schweigend dasaß und mich an den Haltegriff im Auto klammerte, fing K1 an zu reden. Und er redete und redete und redete... Das macht der immer, wenn er nervös ist. Ich brauch das ja dann gerade gar nicht. ;) K2 fand die Kurven eher schräg und der Mann sah das ganze entspannt. Na wenigstens einer...

 

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Dafür war die Aussicht, trotz Wolken, phänomenal. Im Tal konnte man bis Zell am See blicken und rundherum hatte man einen Blick auf über 30 3000er Gipfel. Also wir haben nicht ganz so viele gesehen. Der Wolken wegen, ne. Ich bin echt schockverliebt in diese Landschaft und könnte dort stundenlang sitzen und mich umschauen. Ähnlich wie man als Mama seinem schlafenden Säugling stundenlang zuschauen kann.

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