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Der Frühling hat in den letzten Tagen ordentlich zugeschlagen und das beste daran war, dass wir auch noch frei hatten!

 

Die Tage wurden also größtenteils draußen verbracht. Am Donnerstag schlichen sich um kurz nach 6 (eine Zeit, wo die Kinder sonst aufstehen müssen, aber nicht wollen...) die Kinder ins elterliche Schlafzimmer und deponierten Geschenke auf unseren Nachttischen. Der Mann bekam vom Töchterchen eine gebastelte Blume samt "Praline" und ein Papierherz, das mit bunten Wollfäden beklebt war. Da letzteres aber für uns beide bestimmt ist, hatte ich das am Donnerstagmorgen auf meinem Nachttisch liegen. Vom Sohnemann gabs eine gebastelte Krawatte und ein hübsches Gedicht.

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Zum Frühstück zauberte ich - mal wieder - Bananenpancakes, die zumindest von 3/4 der Familie verschlungen wurden. Das kleine Kind mag keine Bananen, kann man nichts machen. Die Kinder haben wir anschließend nur noch von hinten gesehen, denn nach dem Frühstück sind sie raus. Rennen, spielen, radfahren...Am Nachmittag besuchten wir noch die Oma in ihrem Garten, erledigten dort ein paar Dinge und grillten am Abend gemütlich zusammen.

Freitag vormittag fuhren wir zum Wocheneinkauf zur Metro. Normalerweise erledige ich den im hiesigen Discounter, aber ab und an zum Vorräte auffüllen, darfs auch mal etwas größer sein. Mit den Kindern ist es oft schwierig dort, da sie sich schnell langweilen und dann anfangen zu klettern oder zu rennen oder sich einfach zu ärgern. Freitag war dem allerdings nicht so und der Einkauf war doch entspannt. Wieder zuhause, verschwanden die Kinder abermals draußen und waren den ganzen Nachmittag praktisch nicht zu sehen. Ich kümmerte mich derweil um den Haushalt. Macht ja sonst keiner. ;)

Am Abend überspannte das große Kind den Bogen dann etwas, worauf es zur Belohnung am Samstag Vormittag zum Diktat antreten durfte. Eine halbe Seite Text. Eigentlich weniger, aber mit den drei Zeilen durchgestrichener Wörter, ist es doch eine halbe Seite geworden. Und weil man das so nicht stehen lassen kann, durfte er das nochmal sauber abschreiben. Allerdings ging da am Samstag Nachmittag nichts mehr und wir verschoben das einfach auf Sonntag früh, wenn der Kopf wieder frisch ist. Er verschwand also wieder draußen und wir taten es ihm nach. Hinterm Haus, zum Grundstück gehörend, gibt es ein paar Pachtgrundstücke, von denen eine befreundete Familie (die ebenfalls hier wohnen) eines gepachtet hat. Dort sind die Kinder meistens am Nachmittag und dort gibt es ausreichend Platz zum toben. Und weil es rundherum recht naturbelassen ist, auch viel zu entdecken und zu verstecken. Am Samstagabend wollten wir zusammen grillen und taten dies natürlich auch. Ich machte noch spontan Teig zum Stockbrotbacken, während die Kinder Stöcke für ein Feuer suchten. Der Abend war wirklich schön und als wir die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnten, gingen wir schließlich rein und ins Bett.

Der Sonntag startete wieder sehr sonnig und wir krochen erst spät aus den Betten. Nach dem Frühstück packten wir ein paar Dinge zusammen und fuhren in unseren Garten. Der liegt ein Stück weg am oberen Ende der Talsperre Kriebstein und fast mitten im Wald. Also nichts mit Obstbäumen, Blumen und akkuraten Beeten, sondern nur viele Bäume und unser bißchen Wiese. Im Hochsommer ist es dort durch die vielen Bäume super! Das kleine Häuschen, was sich auf dem Grundstück befindet hat alles, was man braucht, wenn da auch noch viel Arbeit drin steckt, bis man sich wirklich rundum wohlfühlen kann. Bis es soweit ist, sitzen wir einfach draußen und genießen die Ruhe und das tolle Wetter. IMG 20160508 143209

 Zugegeben, unsere Wiese ist noch etwas wild und muss dringend gemäht werden. Aber vermutlich hätten da zum gestrigen Sonntag die Nachbarn etwas dagegen gehabt, weswegen wir das einfach unterlassen haben. Naturbelassen ist doch auch schön. Die Kinder waren gestern wirklich tiefenentspannt und nachdem wir zum Mittag - mal wieder - gegrillt haben, verzog sich ein Kind auf die Liege, das andere auf die Schaukel und 10min später schliefen beide. Derweil schnappten der Mann und ich uns jeweils ein Buch bzw. den Tolino und lasen ein wenig.

Und weil gestern Muttertag war, gab es für die Mama natürlich auch Geschenke. Natürlich nicht, weil ich es erwarte, sondern weil die Kinder in ihrer jeweiligen Betreuung zu solchen Tagen einfach immer was basteln und die Tage zuvor schon ein großes Geheimnis drum gemacht haben. Für die Mama gabs also vom kleinen Kind auch eine Papierblume samt "Praline" und vom großen Kind eine Blume aus Q-Tips, sowie ein gebasteltes Herz mit einem kleinen Zettel drin, auf dem von ihm formulierte und aufgeschriebene Wünsche für mich standen. Und da das von ihm selbst kommt, gibts die Wünsche auch nicht öffentlich.

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Das Mamaherz hüpft. Und weil auch die Mamas und Papas Eltern haben, besuchten wir auf dem Heimweg noch schnell die Oma, welche sich über den kurzen Spontanbesuch freute.

Die Reinschrift des Diktates schob der junge Mann den ganzen Tag vor sich her, weswegen er dann gestern Abend noch am Tisch saß und schrieb. Nicht ganz fehlerfrei. Als ich mir den Text dann aber so betrachtete, fand ich seine Leistung schon sehr bemerkenswert. Dass er nach knapp einem Schuljahr nicht perfekt schreiben kann, ist mir klar und das erwarte ich auch nicht. Aber er schreibt sauber und gut lesbar in Schreibschrift und ich glaube nicht, dass man dem Text das erste Schuljahr ansieht. Ja, das macht mich schon stolz. Ich hab ihm das beim Zubettbringen auch gesagt, woraufhin er mit einem: "Ja, ich weiß." antwortete. Er weiß das, aber er macht kein Aufhebens drum. Hach...

Das sind so Wohlfühlmomente und -augenblicke, die mich davon ablenken in Selbstmitleid zu versinken. Denn trotz bestem Wetter bin ich derzeit eher unzufrieden. Der Oberschenkel stört mich im Alltag überhaupt nicht mehr und ich spüre kaum bis selten noch Schmerzen, was ich allerdings merke ist, dass das Problem noch nicht aus der Welt ist. Tief drinnen - in der Muskulatur - liegt da noch was im Argen. Anfang letzter Woche kroch dann noch eine Erkältung hervor, die mich am Mittwoch echt umgehauen hat, seitdem aber wieder abklingt. Und weil ich trotz Sportabstinenz nach wie vor essen kann und das aus Frust auch tue, zwickt und klemmt nun auch das ein oder andere Kleidungsstück. Hell yeah. Dass damit meine Stimmung nicht steigt, ist hoffentlich verständlich. Der Mann sagt, ich spinne. Nein, tu ich nicht! Ich habe schonmal die Augen verschlossen und aufs zu heiße Waschen geschoben, das Ende vom Lied waren dann 110kg. Das mache ich nicht nochmal. Ich muss jetzt einfach wieder auf die Beine kommen - im wahrsten Sinne des Wortes. Auch wenn ich noch nicht gleich wieder laufen kann, so kann ich mich doch um die Rumpfstärke kümmern und wieder sauber essen. Das wäre schonmal ein großer Schritt in die richtige Richtung...